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19. Mai 2021

Das Einjährige Berufkraut breitet sich zurzeit in der Gemeinde Oberengstringen (sowie im ganzen Kanton) aus. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika und hat sich bei uns als invasive Pflanze (Neophyt) etabliert. Die Gemeinde arbeitet zurzeit an einem Aktionsplan, um das Problem anzugehen.

Gleichzeitig möchte die Gemeinde private Gartenbesitzer sensibilisieren. Wer die Pflanze im Garten stehen hat, sollte sie der Biodiversität zuliebe ausreissen (siehe Foto).

Das Einjährige Berufkraut wird 30 bis 100 Zentimeter hoch und erinnert entfernt an ein hochgewachsenes Gänseblümchen. Ursprünglich stammt es aus Nordamerika und wurde im 18. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa gebracht. Leider verwilderte es schnell und breitete sich in der Folge als invasive Pflanze in ganz Mitteleuropa aus.

Das invasive Unkraut wächst besonders gerne auf Flächen, die selten gemäht werden. Es besiedelt vor allem Böschungen, Wegränder und kiesige Areale, aber auch Magerwiesen, Buntbrachen und Naturschutzgebiete. Sogar Flachdächer nimmt es inzwischen in Beschlag.

Durch seine starke Ausbreitung verdrängt das Berufkraut einheimische Pflanzenarten und kann so die Artenvielfalt auf unseren Wiesen und Ruderalstandorten reduzieren.

Das Berufkraut kann auch in die intensiv genutzten Weiden eindringen. Es ist zwar nicht giftig, doch die Kühe fressen die Pflanze nicht gerne. Darum bleibt sie stehen, versamt und breitet sich weiter aus. Das Problem ist inzwischen so frappant, dass den Landwirten mit betroffenen Flächen unter Umständen Beiträge gekürzt werden können.

Die rasante Verbreitung verdankt das Berufkraut seinen zahlreichen Samen. Eine einzige Pflanze produziert bis zu hunderttausend Samen. Dadurch kann sie innert kurzer Zeit ein grosses Gebiet befallen. Zudem überdauern die Samen lange Zeit im Boden. Darum können auch nach der Beseitigung aller Mutterpflanzen immer wieder neue Sämlinge spriessen. Entgegen ihrem Namen ist die Pflanze zwei- oder gar mehrjährig. Das heisst, wenn sie nicht ausgerissen wird, kann sie Jahr für Jahr Tausende weitere Samen produzieren.

Die Bekämpfung ist schwierig und muss über viele Jahre erfolgen. Einzelpflanzen können relativ einfach ausgerissen werden. Die Sanierung einer stark befallenen Fläche ist hingegen sehr schwierig, da aus den im Boden eingelagerten Samen immer wieder neue Pflanzen entstehen.

Das können private Gartenbesitzer tun

Durch die zahlreichen Samen können Gärten zu Verbreitungs-Hotspots des Einjährigen Berufkrauts werden und benachbartes Acker- oder Wiesland befallen. Darum sollte man unbedingt jede einzelne Pflanze im eigenen Garten vor dem Blühen ausreissen und kompostieren oder der Grünabfuhr übergeben. Das Wichtigste ist, dass das Einjährige Berufkraut nicht zum Blühen kommt.

Dichte Bestände des Einjährigen Berufkrauts können grosse Gebiete überwuchern und dadurch seltene einheimische Pflanzen verdrängen.

Weitere Informationen können Sie den angehängten Dokumenten entnehmen. Dort sehen Sie auch, wie die Pflanze vor dem Blühen aussieht.

Kontaktperson der Gemeinde Oberengstringen: Andi Buchmann Natel: 076 498 28 70

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Einjähriges Berufkraut

Zugehörige Objekte

Name
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